Instant Messenger

WhatsApp –  die Gelegenheit, Messengerdienste und Datenschutz in der Schule zu thematisieren.

Erstmal darf natürlich die Frage gestellt werden, was ein Messenger wie WhatsApp überhaupt im Unterricht zu suchen hat? Als Einstieg vielleicht? Oder dass sich die Kinder und Jugendlichen bei der Lehrperson melden können, um sich im Krankheitsfall abzumelden? Für die meisten Unterrichtssituationen in der synchrone digitale Kommunikation eingesetzt werden soll, gibt es  bessere Alternativen. Denn Dienste wie WhatsApp, Threema oder Telegram benötigen ein Login oder laufen nur auf mobilen Betriebssystemen. Datenschutzbewusste Schulen, die Chat oder Messengerdienste nutzen wollen, sollten sich nach Alternativen umsehen. Educanet2 bietet selbst Chatrooms und einen Messengerdienst an, mit welchen die Lernenden einen geschützten Tummelplatz erhalten, der von der Schule kostenlos und ohne grossen Aufwand eingesetzt werden kann. Alternativ könnte die Schule selbst einen XMPP-Server (Jabber) anbieten, und diesen mit OTR verschlüsseln. Diese Variante ist aber aufwändig und eignet sich nur dann, wenn die Schule diese Dienste auch breit nutzt. Natürlich bieten auch die Web 2.0-Giganten Facebook, Google oder Skype (Microsoft) plattformunabhängige Messenger, die in der Schule durchaus auch eingesetzt werden können. Bei diesen Anbietern sollten die Themen Datenschutz und Urheberrecht zur Sprache kommen. Die Kinder und Jugendlichen müssen sich bewusst sein, dass ihre Kommunikationgrundsätzlich mitgelesen werden kann.

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Auch wenn mobile Messenger für den Einsatz im Unterricht wenig geeignet ist, lohnt es sich WhatsApp, Threema usw. in der Medienbildung zu diskutieren. Hier zwei Artikel, die das Thema relativ umfassend abhandeln.

Datenschutz bei mobilen Messengern (Medienpädagogik Praxis-Blog)

Ein sehr ausführlicher Artikel von Daniel Seitz, Christian Ilin und Tobias Albers-Heinemann der schön aufzeigen, dass bei Kommunikationsdiensten nur OpenSource wirklich sicher sein kann. Ein Beitrag, der durchaus im Bereich informatischer Bildung oder Medienbildung eingesetzt und diskutiert werden kann.

Verschlüsselt chatten mit Threema (security-insider.de)

Der Bericht von security-insider nimmt den Schweizer Messenger Threema unter die Lupe und erklärt das Verschlüsselungssystem. Security-Insider attestiert Threema grundsätzlich deutlich mehr Sicherheit, weist aber auf die Schwäche hin, dass Threema schlussendlich doch ein geschlossenes und deshalb undurchsichtiges Tool ist.

Threema

 

 

2017-05-09T20:35:38+02:00